
Die verschwundenen Jungen von Greußen
Ein historischer Roman nach der wahren Geschichte der „Greußener Jungs“ 1945
- Erschienen
- 2026
- Umfang
- 467 Seiten
- ISBN
- 979-8199602570
Ich verdiene an diesem Roman nichts. Der vollständige Text steht hier kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Gegenleistung. Sämtliche Einnahmen aus der gedruckten Ausgabe spende ich. Diese Geschichte gehört den Familien, die sie erlebt haben. Auf ihrem Rücken Geld zu verdienen, kommt für mich nicht in Frage.
Was hier wahr ist und was erzählt
Dies ist ein Roman, ein literarisches Werk, das mit fiktiven Mitteln arbeitet. Das ist keine Ausflucht, sondern eine Entscheidung, und ich möchte offenlegen, was sie bedeutet.
Belegt ist der Kern. Zwischen Oktober 1945 und Januar 1946 wurden achtunddreißig Menschen aus Greußen verhaftet: Jugendliche, aber auch ein Sparkassenkontrolleur von siebenundvierzig und ein Stadtgärtner von siebenundfünfzig. Der Vorwurf lautete Werwolf. Es gab keine Werwolf-Organisation in Greußen. Vierundzwanzig kehrten nicht zurück, vierzehn kamen wieder. Diese Zahlen, die Namen und die Lebens- und Sterbedaten stammen aus der Dokumentation von Günter Agde (Dietz Verlag Berlin 1995) und von der Informationstafel am Gedenkstein vor der Schule, die eine Seminarfachgruppe des Gymnasiums 2015 erarbeitet hat.
Erfunden ist alles, was dazwischen liegt. Die Dialoge. Die Blicke. Was einer nachts dachte, als der Wagen vorfuhr. Einzelne Figuren sind aus mehreren Schicksalen verdichtet; die Verhaftungswellen, die Prozesse und die Heimkehr folgen den Akten, nur die Tageszeit der ersten Verhaftung nicht. Und auch das Greußen dieser Seiten ist ein erzähltes: Straßen, Häuser, Wirtshausschilder, Wege durch den Ort. Wo die Quellen schweigen (und sie schweigen über fast alles, was ein Roman braucht), habe ich gebaut, was die Geschichte trug. Wer das Greußen von 1945 noch vor Augen hat, wird Abweichungen finden. Sie sind der Erzählung geschuldet, nicht der Gleichgültigkeit.
Ich bin kein Historiker. Ich bin 2024 hierhergezogen und habe eine Geschichte gefunden, die mich nicht mehr losließ. Ich habe sie nach bestem Wissen aufgeschrieben, weil das Schweigen darüber mir schlimmer erschien als der Fehler darin.
Und wenn Sie es besser wissen: Schreiben Sie mir. Wer hier gelebt hat, wer die Familien kannte, wer sich an den Ort erinnert, wie er wirklich war: Ihr Wissen ist mehr wert als jede Recherche, die ich am Schreibtisch leisten kann.
Diese Geschichte gehört nicht mir. Ich habe sie nur aufgeschrieben.
Den ganzen Roman lesen
12 Kapitel und Nachwort · 111.885 Wörter · 9 Std. 19 Min.Sie können den vollständigen Roman hier kostenlos lesen, Kapitel für Kapitel, ohne Anmeldung. Die Seite merkt sich, wo Sie aufgehört haben.
- 1 Kapitel 1: Der Zettel 38 Min.
- 2 Kapitel 2: Der Denunziant 43 Min.
- 3 Kapitel 3: Die Verhaftungen 56 Min.
- 4 Kapitel 4: Der Kampf der Eltern 41 Min.
- 5 Kapitel 5: Das Gefängnis 35 Min.
- 6 Kapitel 6: Das Lager 51 Min.
- 7 Kapitel 7: Der harte Winter 52 Min.
- 8 Kapitel 8: Der Prozess 56 Min.
- 9 Kapitel 9: Briefe ins Nichts 53 Min.
- 10 Kapitel 10: Wendepunkt 44 Min.
- 11 Kapitel 11: Die Heimkehr 38 Min.
- 12 Kapitel 12: Neue Anfänge 44 Min.
- 13 Nachwort des Autors 7 Min.